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Eislaufen 2009 Bokel-Mühle:


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Foto: si (2)

Diese Bokeler Feuerwehrmänner wurden                                         während der Jahreshauptversammlung geehrt                               beziehungsweise in neue Ämter gewählt. 


Die Freiwillige Feuerwehr Bokel musste im vergangenen Jahr zu insgesamt zwölf Einsätzen ausrücken. Dies war dem Rechenschaftsbericht des Wehrführers Hans-Hermann Schnoor zu entnehmen, den er während der Hauptversammlung im Ringhotel Bokel-Mühle hielt. Weitere Punkte waren Berichte des Kassenprüfers, Wahlen, Ehrungen und Verpflichtungen. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem kräftigen Essen.

Wie Schnoor feststellte, war 2009 ein Jahr der Anschaffungen. So erwarben die Bokeler Brandschützer ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug - ein LF8 Mercedes 608, Baujahr 1986. Der Kilometerstand betrug 31000. Das Fahrzeug kostete mit Umbaumaßnahmen 11500 Euro. Da sein "Vorgänger" für 2500 Euro veräußert werden konnte, musste die Gemeinde "nur noch" 9000 Euro in die Hand nehmen. "Damit sind wir für die nächsten Jahre gut ausgerüstet", so der Berichterstatter. Angeschafft wurde außerdem ein Stromerzeuger. Für das laufende Jahr ist der Erwerb von Feuerwehrhelmen und Schutzhosen für die Atemschutzträger vorgesehen.  

Zu den bereits erwähnten zwölf Einsätzen der Bokeler Brandschützer im vergangenen Jahr zählten unter anderem ein Brand in einer Hörnerkirchener Tischlerei, ein Lauben- und Pkw-Brand, das Abstreuen einer Ölspur, Sturmschäden-Beseitigung sowie ein schwerer Motorrad-Unfall. Dazu gab es Dienst- und Übungsabende sowie Übungen - teilweise gemeinsam mit anderen Wehren. Maschinisten, Atemschutzträger und Sprechfunker nahmen an Lehrgängen teil, andere Feuerwehrmänner frischten ihre Kenntnisse in der "Ersten Hilfe" auf.   

Die FF Bokel hat zurzeit 25 aktive Mitglieder in ihren Reihen. Hinzu kommen noch 17 Ehrenmitglieder, fünf Witwen von Feuerwehrmännern sowie 95 fördernde Mitglieder. Der Bericht des Kassenwarts belegte die gute finanzielle Situation der Bokeler Wehr. Bei den anstehenden Wahlen wurden Wilhelm Schnoor zum Gruppenführer gewählt und Malte Münster zu seinem Stellvertreter. Jens Springer wirkt künftig im Festausschuss mit, Ernst-August Pingel prüft gemeinsam mit diesem die Kasse. Verpflichtet wurde Götz Reimer, der das erste Jahr bei der Wehr hinter sich gebracht hat, geehrt für 60-jährige Mitgliedschaft Hans Trede und Otto Schnoor.    

Nunmehr 40 Jahre dabei ist Ernst-August Pingel: Er erhielt aus den Händen des Bokeler Wehrführers das Brandschutzehrenzeichen in Gold.

   

Mittwoch, 27.01.2010

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Der Mercedes rutschte nach dem Zusammenstoß                                        in den Graben. Die Feuerwehr hat das Dach abgenommen.                          Foto: Bunk


Schwer verletzt wurde bei einem Unfall in Lutzhorn gestern Mittag ein 66 Jahre alter Mann. Er musste von den Freiwilligen Feuerwehren Lutzhorn und Bokel mit schwerem Gerät aus seinem Fahrzeug befreit werden.

Der Hasloher war auf der Hauptstraße direkt vor dem Hof des Lutzhorner Wehrführers Dirk Steckmeister mit einem Trecker kollidiert. Dessen 17-jährige Fahrerin aus Hingstheide hatte nach links auf den Bauernhof einbiegen wollen und dabei nach Angaben der Polizei den entgegenkommenden Mercedes zu spät gesehen. Durch die Wucht des Zusammenstoßes riss beim Traktor die Vorderachse ab; er kippte um. Der Pkw kam im Graben zum Stehen.

Feuerwehrleute sicherte den Traktor mit der Gabel eines Hochladers. Danach nahmen sie mit hydraulischem Rettungsgerät das Dach des Mercedes-Kombis ab, um den schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzten Fahrer schonend und in Absprache mit dem Notarzt zu befreien. Der 66-Jährige wurde ins Krankenhaus Itzehoe gebracht. Die Treckerfahrerin erlitt einen Schock.


Mittwoch, 27.01.2010





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Ist zufrieden mit seinem "neuen" Löschfahrzeug: Bokels Wehrführer           Hans-Hermann Schnoor. Foto: caw


Die Bokeler Wehr hat ein neues Löschfahrzeug. Obwohl: Genau genommen stimmt dieser Satz nur zum Teil, denn der "neue" Einsatzwagen hat bereits knapp 24 Jahre auf dem Buckel. Weil die Kassen leer sind, schaffen sich immer mehr Gemeinden keine neuen Fahrzeuge an, sondern greifen auf deutlich günstigere Gebrauchte zurück. So auch Bokel, wo sich Wehrführer Hans-Hermann Schnoor dennoch über die Neuanschaffung freut. "Wir sind mit dem Fahrzeug wirklich zufrieden", versichert der 62-Jährige.

Ein brandneues Feuerwehrfahrzeug schlägt schnell mit 150 000 Euro oder gar mehr zu Buche. Der Bokeler Löschwagen kostete gerade einmal 11 500 Euro. "Abzüglich der 2500 Euro, die wir noch für unser altes Modell bekommen haben", betont Schnoor. So blieben für die Gemeinde gerade einmal 9000 Euro Kosten übrig. Eine verschwindend geringe Summe, wenn man an die Summe eines nagelneuen Löschfahrzeugs denkt. Gerade einmal 31 000 Kilometer hat der "neue" gelaufen. "Große Touren werden mit solchen Einsatzfahrzeugen ja selten unternommen", erklärt Schnoor. Das eigene - immerhin Baujahr 1980 und somit stolze 30 Jahre alt - habe sogar nur 25 000 Kilometer auf dem Tacho gehabt.

Bei so wenig gefahrenen Kilometern und einem "neuen" Fahrzeug, das auch nur sechs Jahre jünger ist, kommt schnell die Frage auf, warum man denn überhaupt auf die Neuanschaffung gedrängt habe. Die Antwort liefern die inneren Werte. "Unser neues LF 8 ist mit dem alten Fahrzeug gar nicht zu vergleichen", betont Schnoor. So verfüge man nun über einen eingebauten 600-Liter-Tank. "Bislang hatten wir gar keinen", erklärt der Wehrführer. Rund acht Minuten lang könne man mit dem Tank löschen, bevor andere Wasserquellen angeschlossen sein müssen. Zeit, die bei einigen Bränden zwischen Rettung und Totalverlust entscheiden kann. Stets mit an Bord sind auch Atemschutzausrüstung und ein 2009 angeschafftes Notstromaggregat, das allein schon 4500 Euro gekostet hat. Hinzu kommen die Utensilien für die technischen Hilfeleistungen wie Schere und Spreizer. Zusätzliches Plus des "neuen" Fahrzeugs: Während die Kameraden beim alten nur von der Heckklappe aus entladen konnten, ist das nun von beiden Seiten möglich.

"Wir sind alle zufrieden mit unserem neuen Fahrzeug", spricht Schnoor auch im Namen seiner 25 Kameraden. Wie lange man sich an dem "neuen" erfreuen könne, stehe allerdings in den Sternen. Grund ist die geplante Ostseeautobahn A 20, die aller Voraussicht nach das Bokeler Gemeindegebiet queren wird. "Dann werden wir wohl für einen Teilabschnitt der Autobahn verantwortlich sein", so Schnoor. Und dafür gebe es strenge Vorschriften. "Dafür muss dann wohl ein neues Konzept her", sagt Schnoor. Und noch sei nicht klar, ob das neue Löschfahrzeug den anstehenden Anforderungen genügen wird. Falls nicht, könnte es für Bokel übrigens finanziell eng werden. "Im Brandschutzgesetz ist eindeutig geregelt, dass die Gemeinden für die Sicherheit zu sorgen haben", erklärt Schnoor. Autobahnen seien da nicht ausgeklammert. Bleibt die Hoffnung, "dass wir im Notfall noch Fördergelder bekommen können".


Mittwoch, 20. Januar 2010